Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung bietet allen Personen ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich einmal pro Jahr ein umfangreiches Untersuchungsprogramm. Dieser Gesundheitscheck bringt persönliche Vorteile: Ergeben die medizinischen Untersuchungen erste Hinweise für eine Erkrankung, dann wurde Zeit gewonnen, um gegenzusteuern. Ein individuelles Beratungsgespräch mit der Ärztin/dem Arzt soll über einen gesundheitsfördernden Lebensstil aufklären und Unterstützung bei Veränderungsbedarf bieten.

SVA-Versicherte können für das an die Vorsorgeuntersuchung anschließende Jahr einen reduzierten Selbstbehalt (10% statt 20%) beantragen.

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Die Vorsorgeuntersuchung verfolgt zwei Ziele:
  • Die Vermeidung von gesundheitlichen Risikofaktoren (Primärprävention)

  • die Früherkennung von Krankheiten (Sekundärprävention)

Ein Schwerpunkt der Vorsorgeuntersuchung liegt auf Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Diese Krankheiten zählen bundesweit zu den häufigsten Todesursachen

Das Untersuchungsprogramm:

  • Früherkennung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen

  • Früherkennung von Risikofaktoren für Stoffwechselerkrankungen
    (z.B. Diabetes)

  • Früherkennung häufiger Krebserkrankungen
    (Gebärmutterhalskrebs*, Brustkrebs**, Darmkrebs***)

  • Prävention von Suchterkrankungen (Tabak, Alkohol, Medikamente,...)

  • Prävention von Parodontalerkrankungen

  • Prävention von Alterserkrankungen (z.B. nachlassende Hör- und Sehleistung)

*: Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr bei der Vorsorgeuntersuchung der sogenannte PAP-Abstrich (Krebsabstrich) empfohlen.
**: Alle Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren, die in Österreich wohnhaft sowie bei einem teilnehmenden Sozialversicherungsträger versichert sind, können alle 24 Monate eine Mammographie-Untersuchung zu Früherkennungszwecken nur mit ihrer e-card in Anspruch nehmen.
***: Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr können die erweiterte Darmkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen. Sie umfasst – zusätzlich zum jährlichen Hämoccult-Test (Untersuchung des Stuhls auf Blut) – alle zehn Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Mammographie als Zusatzuntersuchung

wird angeboten von Fachärztinnen oder Fachärzten für Radiologie.

Im Rahmen des neuen Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, das 2014 startete, bekommen Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren alle zwei Jahre per Post einen persönlichen Einladungsbrief zur Mammografie-Untersuchung. Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren sowie zwischen 70 und 74 Jahren können auf Wunsch bei der kostenlosen Telefon-Serviceline eine Einladung anfordern. Eine ärztliche Zuweisung zur Mammografie ist neben dieser Einladung nicht mehr notwendig. Bei Beschwerden oder Krankheitsverdacht besteht weiterhin die Möglichkeit eine diagnostische Mammografie. Die ärztliche Zuweisung erfolgt hier altersunabhängig außerhalb des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms über eine Indikationenliste, die gemeinsam von Sozialversicherung und Österreichischer Ärztekammer erstellt wurde.

Die Darmspiegelung als Zusatzuntersuchung

Die Darmspiegelung kann bei Fachärztinnen und Fachärzten für Innere Medizin oder Chirurgie sowie im Krankenhaus auf den Abteilungen für Innere Medizin/Gastroenterologie oder Chirurgie durchgeführt werden. Eine Überweisung ist erforderlich.